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Wildäcker, Blühstreifen, Wildwiesen: Wichtige Beiträge zum Naturschutz

Nicht nur bezüglich der Nutzung der Wälder, sondern auch hinsichtlich unserer großen Schalenwildarten spielt Nachhaltigkeit eine bedeutende Rolle. Eine Vielzahl attraktiver Äsungsflächen ermöglicht eine gleichmäßige Verteilung des Schalenwildes und beugt somit Verbißschäden vor. Ausreichende Wildackerflächen sorgen für einen harmonischen Ausgleich zwischen Wald und Tier.

Probleme der heutigen Wildreviere

Mit dem Anstieg der Monotonie der Kulturlandschaft nimmt die Zahl der heimischen Tierarten drastisch ab. Besonders Landwirten und Naturschützern fällt bei Beobachtungen zum Beispiel der Rückgang der Fasane und Rebhühner auf. Auch Singvögelarten vermindern sich, während es Imkern für ihre Bienen an einem vielfältigen Blütenangebot fehlt.

Mehr Abwechslung statt Monotonie: Ein Wildacker in Blüte.

Mehr Abwechslung statt Monotonie: Ein Wildacker in Blüte.

In Niederwildrevieren sollten die Wildäcker mehrjährig sein und eine entsprechende Brut- und Setzdeckung ab dem zweiten Standjahr bieten. Doch dies ist oftmals nicht gegeben: Viele Förderprogramme haben statt der Bedürfnisse der Wildarten lediglich den landwirtschaftlichen Vorteil im Sinn. Auch durch den Wegfall der EU-Stilllegungsflächen werden landwirtschaftliche Produktionsflächen begünstigt, während es an Rückzugsgebieten für Wildarten mangelt.

Blühstreifen unterbrechen landwirtschaftliche Monotonie

Ein wichtiger Ansatz für den Naturausgleich sind beispielsweise Blühstreifen, deren ausgewogenes Verhältnis von Gräsern und Blühpflanzen dem Naturschutz zugutekommt. Auch Deckungs- und Äsungsflächen helfen dabei, das monotone Landschaftsbild aufzuheben. Kleine Vegetationsinseln werden nicht nur besser von der Tierwelt angenommen, sondern spielen zudem eine wichtige Rolle hinsichtlich der Biotopvernetzung. Grundsätzlich wird dadurch eine Erhöhung der Lebensqualität unserer heimischen Tiere erreicht. Schon kleine Feldstreifen dienen der Artenvielfalt.

Von Schwarzwild verursachte Grünlandschäden

Von Schwarzwild verursachte Grünlandschäden

Wildäcker und Wildwiesen statt Gatter

Die Wildbesätze von Schwarz- und Rotwild steigen an, und mit ihnen auch die Zahl der Wildschäden an den landwirtschaftlichen Kulturen. Durch ein Angebot an Äsungsausgleichen in Form von Bejagungsschneisen und Wildäckern kann der Schaden eingedämmt werden. Sowohl die Wildackermischungen als auch die Wildwiesenmischungen sollten dabei optimal an die Bedürfnisse des Wildes abgestimmt sein. Gatter werden hierdurch unnötig, zumal sie den Wildtieren ihren Lebensraum nehmen und die Schäden der außen liegenden Flächen sogar noch verstärken können.

Informationsmöglichkeiten für die Wildackersaat

Wer einen Wildacker anlegen möchte, sollte sich im Vorfeld umfassend informieren. Die Natur ist ein sensibles System, in dem kleine Fehler große Schäden anrichten können. Bereits Mähen kann die Tierwelt in Bedrängnis bringen. Aus diesem Grund sollte jeder Schritt beim Wildackeranbau bis ins Detail geplant werden. Fachkundige Beratung erhält man bei der Landwirtschaftskammer, bei Jagdverbänden, beim Verband Deutscher Landwirtschaftlicher Untersuchungs- und Forschungsanstalten oder im Saatgut-Shop.

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